So rettet Ihr das Fernsehprogramm in Euren Streaming-Alltag rüber

Mal wieder Bock auf gutes altes Fernsehen, aber keinen linearen Empfang mehr dafür parat? Kein Problem: Save.TV will „dein Online-Videorecorder in der Cloud“ sein und hat dafür verschiedene Features und Modelle sowie das Hashtag #Unterhaltungssammler im Angebot. Ein Test.

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Läuft, nur nicht immer reibungslos: „The Simpsons“, aufgenommen mit Save.tv
Klingt ohne den verstorbenen Synchronsprecher Norbert Gastell nicht mehr wie der Homer, den ich kenne – aber dafür kann Save.TV ja nichts: Szene aus einer aufgenommenen und gestreamten Folge „The Simpsons“

Zugegeben: Anfangs war ich skeptisch. Ein Programm, das Fernsehsendungen aufnimmt, damit ich sie nachträglich sehen kann? Brauche ich das 25 Jahre nach Showview-Videorekordern und in Zeiten von Streamingdiensten und Mediatheken noch? Entspricht das meinem bisherigen Binge-Verhalten? Achtung, Spoiler: Nein, tut es einerseits nicht. Andererseits kann man Save.TV – und das ist kein Widerspruch – wirklich gut gebrauchen.

Save.TV verkauft sich selbst als „Dein Online-Videorecorder für über 40 TV-Sender“ und ist nicht der einzige seiner Art. Gelauncht wurde der webbasierte Dienst mit Sitz in Leipzig im Jahr 2006. Er soll und kann den guten alten Videorekorder tatsächlich ersetzen und dessen Grundidee ins digitale Zeitalter retten: Anstatt umständlich VHS-Kassetten zu kaufen oder schweren Herzens alte Aufnahmen zu überspielen, die gewünschte Sendung zu programmieren und dabei bloß nicht zu vergessen, den Satelliten-Receiver angeschaltet zu lassen, reichen ein paar Klicks und Cloudspace. Nur an den Blick in die (heute ebenfalls digitale und in die Save.TV-App integrierte) Fernsehzeitung müsst Ihr noch rechtzeitig denken.

Wer sich nun wie ich anfangs denkt: ‚Schön und gut, aber den „Tatort“ kann ich auch in der Mediathek sehen, sogar im Livestream, dafür zahle ich sogar Gebühren‘, der hat einerseits recht. Andererseits habe ich seit 20 Jahren keine neue Folge meiner Jugendliebe „The Simpsons“ mehr gesehen, weil die in Deutschland auf ProSieben laufen, wir keinen lineares TV-Programm empfangen und weder die Mediathek des Privatsenders noch einer seiner verwandten kostenlosen Streamingdienste eine einzige neuere „Simpsons“-Folge hergibt (und die deutsche Synchronisation wegen Sprecherwechseln für alte Fans wie mich eh nicht das Gelbe von Springfield wäre). Mit Save.TV habe ich mir nun einfach eine Folge aufgenommen, ein paar Tage später angeguckt und für „geht so“ befunden. Wenn ich wollte, könnte ich mir von Save.TV nun sogar alle kommenden Folgen mit einem Klick aufnehmen.

Das doppelt Gute daran: In bestimmten Abomodellen von Save.TV kommen die Aufnahmen zudem werbefrei (empfiehlt sich besonders für Kinderfilme und -serien, liebe Eltern!), in HD-Qualität und mit unbegrenztem Speicherplatz daher. Aufräumen also vorerst nicht nötig – nach einer bestimmten Zeit sollte man sie aber doch vom Server downloaden, weil sie dort langfristig gelöscht werden. Nicht ganz so gut: Die Aufnahme ist wegen eingeplanter Vor- und Nachlaufzeiten nicht immer pünktlich. Nachdem ich zum Beispiel das mir bis dahin unbekannte Drama „Von glücklichen Schafen“ mit Anna Thalbach und Benno Fürmann auf Arte aufnahm, war die Datei für einen eigentlich 90-minütigen Film am Ende 2,5 Stunden lang. Ich musste erstmal suchen und spulen. Also doch ein bisschen wie früher. Dafür hat man Platz selbst im Basismodell 50 Stunden Aufnahmespeicher zur Verfügung, kann sich seine Aufnahmen herunterladen und sich seine eigene digitale Film- und Serienbibliothek aufbauen. Mehr noch: Ihr könntet Eure Filme auch auf CD oder DVD brennen und ins Regal stellen, wenn Ihr noch einen Brenner habt. So richtig oldschool. Mit Grüßen aus dem Jahr 1999!

„Lean Back“ nach minimalem „Lean Forward“

Also, hier das Best-Case-Szenario: Dabei, einen spontanen Film- und Fernsehabend einzulegen, hilft Save.TV zwar nicht. Wer aber ahnt, dass seine Lieblingsserie bei einem der gängigen Streaminganbieter dem Ende naht und nicht weiß, womit er danach seine plötzlich leeren Abende füllen soll, der ist mit Save.TV gut beraten: Einfach jeden Morgen einen Blick in die App werfen, checken was heute und in nächster Zeit so läuft, bei Interesse und Gefallen mit einem Klick auf Aufnahme drücken und sich Tage später am eigenen (naturgemäß überwiegend deutschsprachigen) Archiv bedienen. So entdeckt man dann mitunter Sachen, von denen man sonst nie gehört hätte, so wie ich zum Beispiel den film „Schrotten“ mit Frederick Lau und Lucas Gregorowicz auf Arte. Den hätte ich bei Streamingdiensten oder Mediatheken, sofern vorhanden, nur sehr zufällig finden können, weil ich ja nicht gezielt nach etwas suche, von dem ich noch nie gehört habe, und weil die Algorithmen manchmal auch Arschlöcher sind. „Lean Back“ nach minimalem „Lean Forward“, sozusagen. Was auch endlich geht: sich aus skeptischer Neugier heraus mal TV-Events geben, über die alle reden, man selbst mangels Interesse und TV-Anschluss aber bisher nie mitreden konnte und wollte. Ich habe aus diesem (und nur diesem) Grund gerade zehn Minuten „Die Höhle der Löwen“ ausgehalten!

Fazit: Save.TV fügt sich nicht auf der Stelle nahtlos ins eigene Streaming-Verhalten ein, kann aber eine geschätzte Ergänzung werden. An den Schwachstellen, zum Beispiel der fehleranfälligen Smartphone-App, der Benutzeroberfläche like it’s 2003 und den vergleichsweise langen Vertragsbindungslaufzeiten, wird Save.TV bestimmt weiter arbeiten, ein anderer Nachteil ist, wie ich finde, gleichzeitig auch ein Vorteil: RTL ist nicht aufnehmbar ;-).

Bei diesem SPONSORED POST handelt es sich um Werbung: Er kam durch eine Kooperation zwischen Save.TV und mir zustande, ich werde für die Veröffentlichung dieses komplett eigenständig verfassten Blogeintrags und dessen Bewerbung auf Facebook und Instagram bezahlt.

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