„Du machst alles falsch!“: Hinter dem Phänomen des sogenannten Momsplainings stecken oft nicht nur Tipps und Ratschläge, sondern auch Vorwürfe und Übergriffe. Wo kommen die her – und wie reagiert ein Vater am besten darauf?

+++ Dieser Text erschien im Dezember 2024 unter der Headline „Momsplaining: Wenn Mütter Vätern ihren Job erklären“ online im DADMAG von MensHealth.de. Im Oktober 2025 folgte eine Veröffentlichung in der Print-Ausgabe 11/2025 von „Men’s Health“. Hier ein Anriss. +++
Mansplaining, Manspreading, toxische Männlichkeit – Begriffe, die seit Jahren in aller Munde sind. Wobei: Typen, die sich durch sie fälschlicherweise persönlich angegriffen fühlen, hängen sie wohl eher zum Hals heraus. Auch beim sogenannten Momsplaining stehen Männer oft nicht gut da. Dabei liegt eine Vermeidung der unmittelbaren Konfrontation mit all diesen Anschuldigungen teilweise in ihrer eigenen Hand. So auch beim Momsplaining. Aber von vorn.
Was Momsplaining bedeutet
Wortwörtlich übersetzt bedeutet „Momsplaining“ erstmal so viel wie „Eine Mutter erklärt“. Im „Urban Dictionary“, einer Seite, auf der User sich Jugendslang und andere Begrifflichkeiten gegenseitig erläutern, gehen die Meinungen auseinander. Die einen sagen: Gemeint seien damit Mütter, die kinderlosen Freund:innen subtile Vorwürfe machen („Du verstehst nicht, wie sehr dein Leben sich mit Kindern verändert“). Andere behaupten, es ginge um Mütter, die anderen Müttern (oder Vätern) ungefragt und selbstgerecht „gut gemeinte“ Haushalts- oder Erziehungstipps geben („like mansplaining, but for mums“). Auch treffe das Wort zu, wenn Mütter ihren (mitunter sogar längst erwachsenen) Kindern Dinge erklärten, die sie längst wüssten. Es gibt sogar eine (US-)Serie gleichen Namens von und mit Kristen Bell, in der all diese Facetten auftauchen.
Die hierzulande und unter Eltern am meisten verbreitete Deutung und Definition des Begriffs ist aber die folgende: Momsplaining bedeutet, dass eine Mutter dem Vater des gemeinsamen Kindes, in der Regel also ihrem Partner, ungefragt, bevormundend und nicht ausnahmslos gut gemeint erklärt, wie der mit dem eigenen Nachwuchs umzugehen habe. Wie Elternschaft, Erziehung und Haushalt so laufen. Wie man den Strampler am einfachsten anzieht. Wann Essenszeit ist. Warum auf dem Klettergerüst besondere Vorsicht geboten sei. Welche Einschlafhilfe die zielführendste sei. Und so weiter. Weil er von alldem ja keine Ahnung habe.
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Weiterlesen? Den kompletten Text findet Ihr unter menshealth.de/familie-vaterschaft/wenn-muetter-vaetern-ihren-job-erklaeren/ – oder, auf Papier und in schönem Layout, in der Ausgabe 11/2025 von „Men’s Health“.
